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Gottesdienst für Senioren

Wachsen und Frucht bringen

Zu einem besonderen Gottesdienst waren die Senioren und Seniorinnen der Bezirke Kirchheim, Esslingen und Göppingen am 6.7.2010, einem Dienstagnachmittag, ins Kirchheimer Gotteshaus eingeladen. Apostel Kühnle hatte für die Predigt das Bibelwort Kolosser 1 V. 10 u. 11 gewählt. Er ging zunächst auf den Vortrag des Chores ein "Wie lieblich sind die Füße der Boten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen...". Da sich heute der Todestag von Stammapostel Bischof zum fünfzigsten Male jährt, erinnerte er an jene schwierige Zeit für Gottes Volk. Doch seine Kinder hätten gelernt, nicht stehen zu bleiben, sondern im Glauben und Hoffen vorwärts zu schreiten und dankbar zu sein, dass unser himmlischer Vater uns die Kraft dazu gab. Möge auch den Älteren unter uns, die Grund hätten, manche Veränderungen kritisch zu beurteilen, bewußt sein, wie viel Gutes uns der Herr geschenkt hat! Freuen wir uns an den Früchten unserer Arbeit, die wir heute ernten dürfen! Nicht verharren sollen wir im Vergangenen, sondern weiterhin wachsen in der Erkenntnis und, Gott vertrauend, sagen: Nimm du meine Hand und führe mich! Geduld sei die beharrende Liebe, die uns auf unserem weiteren Lebensweg begleiten möge.

In seinem Predigtbeitrag führte Bischof Koch das Zitat an: Werde gerne alt - es lohnt sich! Alter könne beschwerlich sein, aber man habe auch reiche und wertvolle Schätze gesammelt, Schätze an Erfahrungen und Erinnerungen. Und auch im Alter könne man noch wachsen und Frucht bringen. Sicher sei es zuweilen notwendig, Vertrautes zu überprüfen, und manchmal falle es schwer, Veränderungen hinzunehmen, aber durch solche Prozesse können wir in der Erkenntnis wachsen. Richten wir unseren Blick auf das Positive, freuen wir uns der frohen Botschaft des Evangeliums, und wenn wir so in Gott leben, dürfen wir auf unsere Vollendung hoffen.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls wies der Apostel darauf hin, dass in diesem Augenblick uns Gott ganz nahe sei. Dies gelte auch für alle Gläubigen, die schon in der Ewigkeit weilten. Jene seien nicht von uns gegangen, sondern nur ein Stück voraus, und wir dürften die Hoffnung in uns tragen, sie einst wieder zu sehen.

Der Seniorenchor umrahmte den Gottesdienst mit lebendigen Liedvorträgen.